Kinderhaus am Buchberg
Kinder- und Jugendhilfe

Aktuelle Informationen

Liebe Eltern und Angehörige unserer Kinder und Jugendlichen,

in der aktuellen Krise sehen wir es als unsere Pflicht an, Sie über den aktuellen Stand im Kinderhaus auf dem Laufenden zu halten. Dazu möchte ich Ihnen folgende Informationen geben:

  • aktuell geht es allen Kindern und Jugendlichen gut und niemand (auch kein Mitarbeiter) ist aktuell erkrankt, die Infektionswelle Anfang Dezember 2021 haben alle Kinder unbeschadet überstanden.
  • Insgesamt hatten fünf Kinder und Jugendliche eine positiven PCR-Test und mussten daher in Quarantäne. Glücklicher Weise zeigten alle nur leichte Symptome und diese waren schnell überstanden.
  • Die Quarantäne Maßnahmen für die Betroffenen, die Maßnahmen für die anderen Bewohner der Wohngruppe (Kontaktpersonen) waren eine große Herausforderung. Darüber hinaus galt es noch alle weiteren Personen im Haus (Kinder und Jugendliche der anderen Wohngruppe und Mitarbeitende) zu Schützen. Alle diese Schutzmaßnahmen haben jedoch gut funktioniert und wir konnten den Ausbruch nach ca. drei Wochen für Beendet erklären.



Rückblick 2021

Das Jahr 2020 ging im Schwarzwald-Baar-Kreis mit einem harten Lockdown inklusive nächtlicher Ausgangssperre zu Ende. Dadurch konnten wir leider nicht, wie gewohnt, mit allen Kindern, die über Weihnachten im Kinderhaus blieben, gemeinsam Heiligabend feiern. Nach einer sehr schönen Weihnachtsandacht, die Bruder Konrad im Garten zelebrierte, haben die Kinder den Rest des Abends in ihren Wohngruppen gefeiert.

Die geplanten Freizeiten konnten aufgrund eines Beherbergungsverbotes leider nicht stattfinden, aber zum Jahreswechsel begann es, viel zu schneien. Dadurch hatten wir die besten Bedingungen für winterliche Aktionen direkt vor der Haustür. Ski und Schlitten fahren, Schneemänner und Iglus bauen oder lange Wanderungen mit oder ohne Schneeschuhe standen auf dem Programm. Immer wieder mussten wir unseren Parkplatz räumen lassen. Dadurch hatten wir nach einiger Zeit unseren eigenen kleinen Rodelberg im Garten.

Nach den Ferien begann dann die Schule, wie sie im alten Jahr geendet hat – Homeschooling war wieder angesagt. Nach fast einem Jahr hatten die Kinder und Jugendlichen hier schon viel Erfahrungen gemacht und sich Können angeeignet. Viele haben gelernt, selbständig mit den, meist geliehenen, Endgeräten zu arbeiten. Dadurch hatten die Pädagogen Zeit, sich um die schwächeren Schüler zu kümmern. Es bleibt jedoch für alle eine große Herausforderung, ständig mit so vielen Menschen auf engem Raum auszukommen. Durch ein sehr kreatives Freizeitprogramm haben wir es geschafft, die Kinder und Jugendlichen immer wieder aufs Neue zu motivieren.

203 Homeschooling
203 Homeschooling
200 Homeschooling
200 Homeschooling
202 Homeschooling
202 Homeschooling

Die Auflagen, die die Pandemie mit sich brachte, machte uns den Arbeitsalltag jedoch nicht leichter. Hygienevorschriften, Abstandsgebot und Maskenpflicht sind für eine Beziehungsarbeit nicht unbedingt förderlich. So war es für uns eine große Erleichterung, dass die Jugendhilfe Ende Februar als systemrelevante Infrastruktur anerkannt worden ist. Die damit einhergehende Möglichkeit, sich durch eine Impfung zu schützen, war für alle Mitarbeitenden im Kinderhaus eine große Erleichterung und wurde von fast allen genutzt.

Der Schnee schmolz langsam dahin und es wurde Frühling. Die Osterferien standen an, aber leider war es auch in diesem Jahr nicht möglich, in die Skifreizeit nach Österreich (Tirol) zu fahren. So starteten wir mit einer erlebnispädagogischen Freizeit daheim. Unter dem Motto „Asterix bei den olympischen Spielen“ konnten sich die Kinder und Jugendlichen beweisen und bei den unterschiedlichsten Aktionen Punkte sammeln. So haben wir Spiele gespielt und waren Wandern, Fahrradfahren und Klettern. Wir wanderten zum Sonnenaufgang auf dem Feldberg und sind durch eine Höhle gekrochen. Wir haben uns mit dem Thema Umweltschutz auseinandergesetzt und aktiv etwas für eine saubere Landschaft (im Dorf) unternommen. Am letzten Tag gab es dann (Wild)Schwein am Spieß und die tapfersten Gallier (also alle) bekamen eine Urkunde.

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Auf Leitungsebene haben wir uns die Frage gestellt, wie sich unsere Kinder und Jugendlichen im Kinderhaus fühlen, insbesondere da sie wegen Corona wenig Möglichkeiten haben, nach außen (Schule, Jugendhaus, etc.) zu gehen. Dazu haben wir einen Fragebogen entwickelt, den die Kinder anonym ausfüllen konnten. Nach der Auswertung der Fragebögen sind Frau Reinelt und Herr Krause-Sittnick in die Wohngruppen gegangen und haben die Ergebnisse mit den Kindern besprochen. Auch wenn die meisten Rückmeldungen positiv waren, gab es konstruktive Diskussionen darüber, wie wir Dinge verbessern können.

Die Pfingstferien konnten wir in diesem Jahr, unter den gegebenen Umständen und Einschränkungen, nur von Behla aus gestalten. Trotz des durchwachsenen Wetters (der Frühsommer ließ auf sich warten) haben wir das Beste daraus gemacht. Neben diversen Wanderungen haben wir uns auch das kulturelle Angebot unserer Region erarbeitet. Der Bodensee, der Titisee und der Schwarzwald bieten jede Menge Möglichkeiten.

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Bis zu den Sommerferien normalisierte sich die Lage in den Schulen zum Glück etwas. Homeschooling und Wechselunterricht konnten durch einen weitgehend verlässlichen Präsenz-Unterricht ersetzt werden. Schulkameraden zu treffen und Freundschaften zu pflegen ist für die Kinder und Jugendlichen besonders wichtig. Während des Lockdowns haben diese Kontakte, nicht nur bei unseren Kindern und Jugendlichen, erheblich gelitten.

Es wurde in diesem Jahr schnell klar, dass wir auch nicht in den Sommerferien zum „normalen“ Programm zurückkehren können. Für unsere Radfreizeit benötigten wir daher ein alternatives Programm. Unter dem Motto „Survival Camp – „DasMachenWirGemeinsam“ haben wir eine weitere, erlebnispädagogische Freizeit eingeleitet. Kurzerhand wurde ein Zeltlager im Garten errichtet und dem nassen Wetter getrotzt. Neben Wandertouren und Radtouren kamen jetzt noch Kanutouren dazu. Gespickt mit vielfältigen Aufgaben konnten die Teilnehmer Teile einer Schatzkarte, Hinweise und Münzen erspielen. Ziel war es, am Ende der Freizeit gemeinsam einen Schatz zu finden. Jeden Abend haben wir am Lagerfeuer die Leistungen und Erfolge reflektiert. Am Ende war die Schatzkarte komplett, alle Hinweise vorhanden und genug Münzen erspielt, um sich die nötige Ausrüstung zu „kaufen“. So konnten am Ende 22 Schatzsucher losziehen, um die letzten Rätsel zu lösen, die letzten Hinweise zu suchen, Hindernisse zu überwinden und schließlich eine gefüllte Schatzkiste auszugraben.

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In der zweiten Hälfte der Sommerferien sind einige Kinder (alle, die keine Möglichkeit haben zu ihren Angehörigen zu fahren) noch in ein Ferienhaus in der Nähe von Hannover gefahren. Nach den Anstrengungen hatten sich alle ein bisschen „Urlaub“ verdient.

„Jetzt sprechen wir, Jugendhilfe in Zeiten von Corona“, ist ein Filmprojekt der AGE des Caritasverbandes der Erzdiözese Freiburg, an dem auch Kinder und Jugendliche aus dem Kinderhaus mitgewirkt haben. Hier beschreiben die Betroffenen sehr eindrücklich, wie sie die Zeiten des Lockdowns erlebt haben. Wo sie, insbesondere als „Heimkinder“, stärker benachteiligt waren als andere Jugendliche. Zum Abschluss äußern sie Wünsche an die Verantwortlichen, bzw. äußern, welche Vorschriften es nicht mehr geben darf. Der Film kann auf unserer Homepage (Startseite) angeschaut werden.

Mit dem Schulstart kam wieder der Alltag und die Routine. Für die Kinder hieß dieses: Maskenpflicht in der Schule und den ein oder anderen Tag Homeschooling aufgrund von Quarantänemaßnahmen. Die Fallzahlen stiegen zu den Herbstferien kontinuierlich und danach steil an. Der Scheitelpunkt (Inzidenz von über 1000) wurde Anfang Dezember erreicht. In dieser Zeit hatten sich dann auch leider fünf Kinder im Kinderhaus infiziert. Obwohl alle sehr leichte Verläufe hatten – Erkältungssymptome an zwei/drei Tagen – war es für uns eine große Herausforderung, die Infektionen einzudämmen. Die betroffenen Kinder mussten 14 Tage in Zimmerquarantäne, die restlichen Bewohner der Wohngruppe mussten sich 7 Tage absondern. Dies alles auf dem begrenzten Raum der Wohngruppen. Zum Glück waren zu diesem Zeitpunkt alle Mitarbeitenden in den Wohngruppen durch Impfungen geschützt und es kam dadurch zu keinen zusätzlichen Ausfällen. Somit konnten die Kinder und Jugendlichen in dieser schwierigen Zeit entsprechend gut begleitet werden.

Mitte Dezember hatten wir die Infektionswelle überstanden und konnten uns auf Weihnachten vorbereiten. Am 4. Advent wurde in Behla ein Weihnachtsspaziergang organisiert. Eine Station befand sich auf unserem Parkplatz. Hier konnten sich die Besucher, insbesondere Familien mit Kindern, bei Lagerfeuer, Kinderpunsch und Stockbrot treffen und austauschen. Heiligabend haben wir gemeinsam mit acht Kindern vor dem Christbaum gefeiert und das Jahr ruhig ausklingen lassen.

2021 hat einer unserer Jugendlichen erfolgreich seinen Hauptschulabschluss bestanden. Wir haben zwei Jugendliche zur beruflichen Ausbildung in andere Settings vermittelt und ein Kind nach Hause zurückgeführt. Dadurch bereichern drei neue junge Menschen unsere Wohngruppen. Aktuell begleiten wir 27 junge Menschen.

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